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[Interview + Gewinnspiel] Felicity Green »Connemara-Saga«


Hallo Ihr Lieben,
heute habe ich für Euch ein weiteres tolles Interview mit einer lieben Indie-Autorin. Felicity Green hat mir Rede und Antwort gestanden und die Fragen waren gar nicht so einfach, wenn man sich mal die Biografie der Autorin anschaut. :)
Als kleinen Zusatz darf ich den ersten und zweiten Band der »Connemara-Saga« als eBook an Euch verlosen. Vielen Dank an Felicity, die den tollen Gewinn zur Verfügung stellt.
Ich hoffe das Interview kann Euch die Autorin noch näher bringen, viel Spaß. :)



Felicity Green wurde in der Nähe von Hannover geboren und zog nach dem Abitur nach England. In Canterbury studierte sie Literatur und Schauspiel. Später tingelte Felicity mit diversen Theatergruppen durch England, Irland und Schottland, besuchte eine Schauspielschule in L. A. und trat in Indie-Filmen auf.
Nachdem sie ihre eigene One-Woman-Show für das Brighton Festival geschrieben hatte, packte sie die Schreibwut. An der University of Sussex schloss sie einen MA im Kreativen Schreiben ab.
Die Liebe holte sie nach Deutschland zurück. Mit ihrem Mann und Kater Rocks lebt sie an der Schweizer Grenze. Zwei Jahre lang arbeitete Felicity Green bei Kleinverlagen in Zürich, bevor sie sich als freie Lektorin, Übersetzerin und Autorin selbstständig machte.


it EBERESCHENZAUBER wird in Kürze Dein dritter und letzter Roman der CONNEMARA-Serie erscheinen, wie war der Abschluss für Dich? Haben die letzten vier Buchstaben sehr weh getan? :)

Ja, ENDE zu schreiben ist schon ein komisches Gefühl :-) Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass Alice & Co mich nicht länger gedanklich beschäftigen werden. Doch es war definitiv der richtige Zeitpunkt, die Geschichte zu beenden und ich freue mich darauf, eine neue Welt zu erfinden – obwohl ich eine Rückkehr in Alices Welt nicht ausschließe. Gerade habe ich eine Halloween-Kurzgeschichte geschrieben, die mit den Charakteren der CONNEMARA-Serie zwar nichts zu tun hat, aber trotzdem in diese Welt passt.


ie sieht es mit deinen Gefühlen kurz vor der Veröffentlichung eines Buches aus? Zwar ist EBERESCHENZAUBER schon der dritte Band, aber ist man wie beim ersten immer noch so aufgeregt?

Ich bin bei jeder Veröffentlichung aufgeregt! Meistens läuft das so: Beim Schreiben werde ich vom Geschichtenerzählen mitgerissen und es fühlt sich alles richtig und toll an. Wenn die Überarbeitung fertig ist, und man zufrieden mit allem ist, ist das schon ein Hochgefühl. Dann geht das Manuskript an die Beta-Leser und ich werde richtig nervös. Dann kommen mir die Zweifel. Erste positive Reaktionen sind schon mal beruhigend, aber bei der Veröffentlichung kriege ich richtig Bammel. 
Beim zweiten Band war es schlimmer als beim ersten, weil EICHENWEISEN so gute Rezensionen bekommen und die Serie viele Fans gewonnen hatte. Da wollte ich natürlich niemanden enttäuschen und spürte schon den Druck, dass EFEURANKEN so gut oder besser sein muss als Buch 1. Und jetzt mache ich mir hauptsächlich Sorgen darum, dass meine Leser/innen EBERESCHENZAUBER einen würdigen Abschluss finden. Ein Ende zu schreiben, das den meisten gefällt, ist gar nicht so einfach.


ie Frage, die wohl in jedem Interview gestellt wird: Wie sieht Dein Schreiballtag aus? Wie bringst Du Deine Familie / Freunde und das Schreiben unter einen Hut? 

Da ich selbstständig bin und von Zuhause aus arbeite, habe ich ein Büro, in dem ich auch schreibe. Viele denken, fürs Schreiben braucht es nur Inspiration, aber es braucht auch Disziplin. Für mich ist Schreiben mehr als ein Hobby und ich habe genauso einen Businessplan mit Zielen und Strategien wie auch für mein Business als Übersetzerin. In meinem Produktionsplan für das Jahr 2015 stehen Schreibprojekte wie auch Übersetzerprojekte. Wenn ich ein Buch schreibe, setzte ich mir ein Ziel, wie viele Wörter ich am Tag schreibe. Aber gerade weil man als Indie-Autorin auch sein eigenes Marketing macht und man ja als Autor immer mehr Ideen für Projekte hat als man je ausführen könnte, schafft man nicht immer alles, was man sich vornimmt und da muss sich auch mal verzeihen können :-) 

Beispielsweise habe ich schon lange vor, meine CONNEMARA-Bücher selber auf Englisch zu übersetzen und das bisher aber immer wieder hintenangestellt. Denn die richtige Balance zwischen Arbeit und Privatleben ist sehr wichtig (auch wenn man ein Workaholic ist wie ich) und ich versuche mir bewusst Zeit für Familie und Freunde zu nehmen. In wenigen Wochen werde ich zum ersten Mal Mama und ich bin selber mal gespannt, wie ich dann alles unter einen Hut bringen werde.




s gibt ja viele Autoren die schon immer das Ziel haben erfolgreich zu sein und von Klein auf Autor werden wollten. Du hast Dich zuerst auf die Schauspielerei konzentriert, durch welchen Anlass kam der Wendepunkt hin zum Schreiben? 

Ich habe schon immer enorm viel gelesen und schon mit vierzehn oder meinen ersten Romanversuch gestartet. Auch während meines BA-Studiums hatte ich schon einen Kurs in Kreativem Schreiben besucht. Aber es war nie ein Karriereziel, da Schauspielerei von Klein auf mein Traum war. Ich habe den Traum lange verfolgt, aber irgendwann hatte ich es einfach satt, auf andere angewiesen zu sein, um ihn leben zu können. Schreiben kann ich einfach so, ohne dafür Vorsprechen zu müssen.:-) Der Wendepunkt kam, nachdem ich ein eigenes Theaterstück für das Brighton Fringe Festival selber geschrieben, produziert und aufgeführt habe. Ich war danach völlig ausgebrannt und musste feststellen, dass mir das Schreiben des Stücks mehr gegeben hat, als das Schauspielern. Dann habe ich mich für einen Platz im MA-Studiengang Kreatives Schreiben an der Uni-Sussex beworben. Seitdem stand ich nicht mehr auf der Bühne. Schon komisch, aber es fühlt sich auch richtig so an.


ann kam Dir die Idee zur CONNEMARA-Serie und wann hast Du mit dem Schreiben begonnen? 

Also, so richtig seit meinem MA in Kreativem Schreiben, den ich 2008 begonnen habe. Ich habe Kurzgeschichten usw. geschrieben – damals noch auf Englisch. Die Idee zum ersten CONNEMARA-Band hatte ich schon länger, aber als ich noch in Zürich bei Verlagen gearbeitet habe, hatte ich nie so die Energie und die Zeit zum Schreiben. Erst seit ich mich als Lektorin und Übersetzerin selbstständig gemacht habe, schreibe ich mit Produktionsplan.


u bist Selfpublisher. Hast Du bei Deiner Tätigkeit im Verlag viel Wissen mitgenommen, dass dieser Schritt für Dich kein großes Thema war oder hast Du versucht Deine Bücher zuerst bei Verlagen unterzubringen? 

Nein, ich habe noch nie ein Manuskript an einen Verlag geschickt. Meine Arbeit bei Verlagen hat mich dahingehend desillusioniert. Dort ein Buch unterzubringen und dann auch noch wirklich Geld damit zu verdienen ist wie ein Lottogewinn – höchst unwahrscheinlich. Das soll nicht heißen, dass ich nichts von Verlagen halte. Wenn ein Buch das Programm eines Verlages passt und von dem profitiert, was der Verlag zu bieten hat (z.B. Gestaltung, ein Sachlektorat, Prestige), dann ist das toll. Es muss einfach passen. Für Unterhaltungsliteratur wie ich sie schreibe, ist Selfpublishing aber eine tolle Möglichkeit und ich war sofort begeistert davon. Und da ich, wie du schon gesagt hast, ein umfangreiches Wissen rund ums Veröffentlichen von Büchern hatte, wollte ich gerne die kreative Freiheit nutzen, die man Indie-Autorin hat.


ie Meinungen zu Deinen Bücher sind überwiegend wirklich sehr gut, nur eine 3-Sterne Rezension zum ersten Band bei Amazon, sonst alles 4 bis 5 Sterne. Wie würdest Du jedoch mit Kritik umgehen, das fängt beim Beta-Lesen an. Gehst Du darauf ein, wenn sie berechtigt ist? 

Kritik tut immer weh. Man muss zuerst diese Abwehrhaltung überwinden, die man automatisch annimmt, wenn jemand etwas kritisiert, an dem man so lange gearbeitet hat, über das man sich so viele Gedanken gemacht hat und das einem so wichtig ist. Man ärgert sich, wenn Kritik ungerechtfertigt ist, aber konstruktive Kritik ist natürlich enorm wertvoll. Besonders von Beta-Lesern, da ich da ja die Gelegenheit habe, das Buch vor der Veröffentlichung noch zu verbessern. Da fordere ich die Kritik ja auch ein. Ich habe selber als Lektorin gearbeitet und kann m.E. mit Beta-Leser-Kommentaren ganz gut umgehen. Und von negativen Leser-Kommentaren kann man einiges für das nächste Buch lernen. Man möchte sich ja schließlich auch immer verbessern. 
Aber dass ich fast nur gute Rezensionen habe, ist mir schon unheimlich und ich habe schon lange Schiss vor der ersten 1-Sterne-Rezension, die ja eigentlich unvermeidlich ist, besonders wenn ein Buch durch gute Rezis hohe Erwartungen schürt. Irgendwann wird sie kommen und dann heißt es, tief durchatmen :-)


an kann Dich auf allen möglichen Social Media Plattformen finden. Facebook, Twitter, Instagram ... sogar auf YouTube. Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern? 

Enorm wichtig! Es gibt doch nichts Besseres als direktes Feedback von den Lesern. Und ich finde das toll, dass der Kontakt zwischen Autor und Leser heutzutage durch soziale Medien so eng sein kann. Wieder ein Vorteil vom Indie-Autoren-Dasein, da man sein Marketing selber macht und somit diesen Kontakt auch selber herstellen kann.


ur CONNEMARA-Serie gibt es eine Novelle, die Du gratis Deinen Lesern zur Verfügung stellst, die Deinen Newsletter abonniert haben oder in Deinem Fall, dem Leserclub beitreten. Das ist eine schöne Geste, wenn ich das einmal anmerken darf. :) Könnte man das eBook auch als Einleitung in die Serie lesen? Und was für exklusive Informationen kann man über Deinen Newsletter erhalten?

Die Novelle funktioniert als Stand-Alone, die Handlung schließt aber an Band 2 an und daher hat man wahrscheinlich am meisten davon, wenn man schon EFEURANKEN gelesen hat. Ich möchte damit einfach gerne treue CONNEMARA-Fans belohnen. Wenn es bei mir irgendwelche Neuigkeiten gibt, schreibe ich immer zuerst einen Newsletter an die Leserclub-Mitglieder, bevor ich sie anderswo verbreite. Ich erzähle auch mal was Privates von mir und es gibt ab und zu etwas zu gewinnen. Jetzt, zum Erscheinen von EBERESCHENZAUBER, konnten sich Leserclub-Mitglieder sogar für eBook-Rezensionsexemplare bewerben, die sie noch vor der Veröffentlichung erhalten. Also, es lohnt sich, sich dort einzutragen :-)


n Planung befindet sich eine Highland-Krimi-Serie. Der erste Band, DER TEUFEL IM DETAIL, hat sogar schon ein vorläufiges Cover. Das ist ein ziemlicher Sprung im Genre, was hat Dich dazu verleitet einen Krimi zu schreiben?

Das Schöne als Indie-Autorin ist ja, dass man nicht von seinem Verlag dazu gedrängt wird, immer nur das zu schreiben, mit dem man schon Erfolg hatte. Ich lasse mich da einfach von Inspiration leiten. Allerdings hat mir die Fantasy-Serie so viel Spaß gemacht, dass ich schon an einer neuen arbeite. Und auch die Krimi-Serie, an der ich ja noch arbeite, wird immer "paranormaler" :-) Mehr sage ich dazu erstmal noch nicht.


n der CONNEMARA-Serie war der Schauplatz neben der Anderswelt auch Irland. Die Krimi-Serie wird in den Highlands spielen. Das sind wundervolle Schauplätze, die Du ja selbst schon besucht hast. Haben sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen? :) Ich bin darüber übrigens mehr als neidisch ... Irland und Schottland sind ein kleiner Traum von mir. :) 

Ich finde die Landschaften in Irland und Schottland einfach traumhaft und würde dort jederzeit wieder in den Urlaub fahren :-) So etwas ziehe ich jedem All-Inclusive-Urlaub mit Hotel und Strand im Süden vor.


ibt es neben der Krimi-Serie noch andere Idee die Dir im Kopf herumschwirren. Vielleicht weiter Ideen in Richtung Fantasy?

Ja, denn meine Krimi-Serie muss immer noch warten, obwohl ich definitiv zu dem Projekt zurückkehren werde. Aber ich arbeite schon an einer neuen Urban-Fantasy-Serie, die in Edinburgh spielt.




Kommen wir zum Gewinnspiel. :) Felicity Green ist so freundlich, den ersten und zweiten Band der »Connemara-Saga« als eBook (Format ePub oder mobi) zur Verfügung zu stellen. Also hab ich im Zuge des Interviews auch wieder ein tolles Gewinnspiel für Euch.
Was Ihr dafür tun müsst? Füllt das untere Formular vollständig aus und schon seid Ihr im Lostopf. Zeit habt Ihr von heute bis zum 25.10.2015, 18:00Uhr. Am 25.10.2015 werde ich den Gewinner dann gegen Abend bekanntgeben.
Viel Glück. ♥


Das Gewinnspiel ist leider beendet!

Teilnahmebedingungen:
Ihr müsst mindestens 18 Jahre alt sein oder die Zustimmung Eurer Erziehungsberechtigten vorweisen.
Das Gewinnspiel läuft bis zum 25.10.2015, 18:00Uhr.
Eure Email-Adresse wird im Gewinnfall nur an die Autorin weitergegeben und dann umgehend gelöscht.
Ihr seid einverstanden, dass im Gewinnfall Euer Name öffentlich bekannt gegeben wird.
Nach Benachrichtigung per Mail, hat der Gewinner eine Woche Zeit sich bei mir zu melden, ansonsten verfällt der Gewinn.
Eine Barauszahlung ist nicht möglich.

Ich wünsche Euch viel Glück.
Habt einen schönen Start in die neue Woche!  ♥

Liebe Grüße

Kommentare:

  1. Hi Liebes,

    ein tolles Gewinnspiel. Da ich Band 1 habe, enthalte ich mich, aber ich habe es verlinkt <3
    Ich wünsche dir einen wunderschönen Start in den Tag! :-*

    Glg
    Micha
    *drück dich*

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  2. Ein richtig tolles Interview! Die Autorin sowie ihre Bücher kannte ich vorher gar nicht,dabei hören diese sich so gut an. Ich liebe Schottland und davon zu lesen, dass vor allem da die Geschichten spielen freut mich um so mehr.
    Lg Ann-Christin

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  3. Oh, nein. Mist, das habe ich verpasst! Ich drücke allen Teinehmern die Daumen. ;)

    Liebe Grüße,
    Amelie

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