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[Rezension] Weil wir zusammengehören von Anouska Knight





Verlag: Mira Taschenbuch
Original-Titel: A Part Of Me
Seitenanzahl: 384 (Broschiert) 
Preis: 9,99€ (Broschiert) 
           9,99€ (eBook) 
ISBN-13: 978-3956492716
Erscheinungsdatum: 11. Januar 2015
Altersempfehlung: keine Angaben
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Klappentext:
„Wir kriegen ein Baby!“ Amy ist überglücklich, als sie die Nachricht erhält. Nach Jahren des sehnsüchtigen Wartens dürfen sie und James endlich ein Kind adoptieren. Doch nur Tage später platzt ihr großer Traum von einer gemeinsamen Familie: In flagranti erwischt Amy ihren Mann mit einer anderen! Tief verletzt verlässt sie ihn und stürzt sich in ihre Arbeit, um den Schmerz zu vergessen. Dort lernt sie den abenteuerlustigen Rohan kennen, der es schafft, ein Fünkchen Hoffnung in ihr zu entfachen. Da gesteht James ihr, dass er sie immer noch liebt. Soll sie ihm eine zweite Chance geben – und damit auch ihrem Wunsch nach einer Familie?


Durch einen Zufall wird Amy schwanger und dieses unerwartete Leben in ihr macht ihr zuerst Angst, doch sie gelangt an einen Punkt, an dem sie sich auf das Baby freut. Bis ihr dieses Glück zu früh wieder genommen wird.
Danach durchläuft sie mit ihrem Freund einen nicht enden wollenden Kreis an Formalitäten und Vorstellungen, legt ihr Leben fremden Menschen offen, in der Hoffnung auf eine Adoption. Der glückliche Tag kommt und sie bekommen die Zusage einer Adoption. Doch schon Stunden später steht Amy erneut vor den Trümmern ihres Lebens.



Schreibstil: Der Schreibstil von Anouska Knight konnte mich hier ein weiteres mal überzeugen. Durch den flüssigen und relativ leichten Stil kann man ihre Bücher ziemlich schnell lesen.
Geschrieben ist die Geschichte aus Sicht von Amy.

Meinung: Gleich der Prolog hat es in sich und ich hab mich sofort auf eine gefühlvolle Geschichte eingestellt. Aber mit dieser Geschichte sollte es einfach nicht sein und ich hab lange gebraucht um wieder Gefühl zwischen den Zeilen des Buches zu entdecken.
Wir lernen Amy in einer der schwersten Stunden ihres Lebens kennen, im darauf folgenden Kapitel wieder in einer glücklichen Situation und dann sofort wieder ein Tiefpunkt. Erstmal weckt das ein enormes Mitgefühl für die Protagonistin. Aber sie selbst brachte für mich nur am Anfang und am Ende des Buches so richtig viel Gefühl rüber. Dazwischen verliert sich diese Figur in Arbeit und ignoriert was sie wirklich fühlt ... denkt zu viel. Dabei konnte ich sie nie so wirklich kennen lernen, nur erahnen was in ihr vorgeht. Bis sie selbst weiß was sie will, war es ein schwerer Weg mit ihr und grade am Ende, als sie wirklich angekommen ist, hätte ich mir noch so viel mehr Zeit mit ihr gewünscht.
Die restlichen Charaktere hat Anouska Knight wieder sehr schön ausgearbeitet und jeder davon ist auf seine Weise einzigartig, auch wenn manche von ihnen bei mir auf grenzenloses Unverständnis stoßen. Amys beste Freundin Phil fand ich erfrischend, weil sie in einem so krassen Gegensatz zu Amy steht. Rohan kennen zu lernen braucht etwas Zeit, weil Amy dies selbst erst spät zulässt. Aber ich mochte diesen, in meinen Augen leicht durchgeknallten, Mann. Er selbst ist anfangs sehr verschlossen und wirkt unnahbar. Seinen besten Freund Carter mochte ich hingegen auf Anhieb. Probleme hatte ich allerdings sehr mit Amys Freund James und ihrer Mutter. Solch ein manipulatives A******** wie James hatte ich lange nicht mehr und nein man kann das jetzt nicht netter ausdrücken. Er ist einfach das Letzte. Doch auch Amys Mutter hat es mir alles andere als einfach gemacht, selbst verlassen und dann Alleinerziehende Mutter zu sein, immer mit der Hoffnung, dass der Mann doch noch zurückkehrt ... dadurch ist sie ein schwieriger Fall. Sie versucht selbst dann noch immer alles schön zu reden, wenn es in Scherben liegt und puscht ihre Tochter in nur eine mögliche Richtung. Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass sich die Autorin zwischenzeitlich ein bisschen zu sehr auf ihre Umgebung konzentriert. Da wird zum Beispiel eine zu renovierende Mühle eingehend beschrieben, Zeit die man eigentlich in die Protagonist hätte stecken können, damit sie mehr Gefühl zeigt und das hat es mir mit diesen Buch dann etwas schwerer gemacht. Ein kleiner Trost war das leider nur klitzekleine Wiedersehen mit Holly und Ciaran aus "Vor uns ein Morgen".
Nichts desto trotz ist "Weil wir zusammengehören" ein schönes Buch geworden, was sich mit dem Thema Adoption beschäftigt und einer Protagonistin, die (vielleicht manchmal) zu verbissen ist, was das Thema angeht. Das Ende hat mich dann aber wieder so sehr berührt. Leider war es das Buch zu schnell vorbei, denn für mich hat es im letzten Drittel erst so richtig begonnen.

Fazit: Ich hatte etwas mehr erwartet von dem Buch erwartet. Im letzten Drittel zeigt die Autorin für mich wieder was sie wirklich kann, ein kleines bisschen zu spät. Dennoch lesenswert!




Vielen Dank an Mira Taschenbuch für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Kommentare:

  1. Hey!
    Mir ging es da ganz anders, als dir. Ich fand, dass Amy den Leser sehr nah an sich heranlässt. Ich muss allerdings gestehen, dass Amy mir sehr ähnlich ist. Vielleicht konnte ich mich deswegen so gut mit ihr identifizieren.
    LG
    Yvonne

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    1. Hallo Yvonne

      Das könnte natürlich sein, dass du dich so viel besser in dir Figur einfüllen konntest. Zwar ging das bei mir später ja auch, aber mit Holly aus "Vor uns ein Morgen" hat das Zum Beispiel viel besser geklappt. :)

      Liebe Grüße

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  2. Huhu liebe Katja ♥
    Das klingt wirklich nach einem interessanten Buch! Schade, das die Autorin zu sehr auf unwichtige Details ausschweift aber die Geschichte klingt wirklich schön. (: Eine supertolle Rezi! ^.^
    Alles Liebe,
    Jasi ♥

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    1. Hallo liebe Jasi :)

      Vielleicht probierst du es dann erstmal mit "Vor uns ein Morgen", wenn du von der Autorin noch nichts gelesen hast. Das war toll. :) Es ist ja nicht so, dass es hier nicht auch schön war, aber das kam halt bei mir erst relativ spät an. :-/
      Danke! ♥

      Liebste Grüße

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