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[Rezension] Prinzessin Fantaghiro - Im Bann der Weißen Wälder von Jennifer Alice Jager




Verlag: Impress /Carlsen
Original-Titel: Prinzessin Fantaghiro - Im Bann der Weißen Wälder
Übersetzer: -
Seitenanzahl: 313
Preis: 3,99€ (eBook) 
ISBN-13: 978-3-646-60342-2
Erscheinungsdatum: 
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
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**Eine Prinzessin mit dem Mut eines Kriegers**
Fantaghiro ist nicht nur die Jüngste von drei Königstöchtern, sondern auch die Wildeste. Tagtäglich setzt sie sich über alle Regeln des Hofs hinweg, reitet, liest Bücher und streift oft stundenlang in den verbotenen Weißen Wäldern umher. Das geht schließlich so weit, dass ihr Vater sie auf dem königlichen Ball des Nachbarlands nicht als seine Tochter vorstellen möchte. Für Fantaghiro kein Problem. Ohne zu zögern schneidet sie sich ihr schönes Haar ab und gibt sich als Stallbursche aus, um ihre Schwestern begleiten zu können. Als sie dann aber unterwegs angegriffen werden, steht sie plötzlich vollkommen alleine und nur mit einem Stock bewaffnet dem gut aussehenden Schwertkämpfer Alessio gegenüber – und der hält sie für einen Jungen…  
Quelle: Carlsen




Schreibstil:
Der Schreibstil von Jannifer Alice Jager gefällt mir sehr gut, sie schreibt auch hier in einer schönen Sprache, die gut zur Geschichte passt. Man hat das Buch auch sehr schnell gelesen.
Die Geschichte ist in der Auktoriale Erzählperspektive geschrieben, bei der mehrere Personen im Fokus stehen.

Meinung:
Für mich als Fan von Fantaghiro war es klar, dass ich diese Adaption von Jennifer Alice Jager lesen muss. Mir war auch klar, dass ich dabei immer einen Vergleich ziehen werde und diese Geschichte dennoch als etwas Eigenständiges sehen muss. Zu Beginn lernen wir Fantaghiro kennen und ihren Drang, sich den Etiketten des Adels zu widersetzen. Der Einstieg ist sehr leicht und man fühlt sich direkt wohl in der Geschichte.
Mir gefällt der Charakter Fantaghiro hier sehr gut. Sie besitzt Eigenschaften die ich sehr schätze, ist stark, eine Kämpfernatur und eben nicht die typische Prinzessin. Auch wenn sie versucht diese Stärke immer aufrecht zu erhalten, gibt es auch Momente in denen sie ihr Verhalten in Frage stellt und eine gewisse Schwäche zeigt. Dies macht sie aber nur menschlich und so zu einem sympathischen Charakter.
Wer Alessio wirklich ist, war mir schnell klar. Mich hat des Charakter also nicht überraschen können. Er blieb, vergleicht man ihn mit Fantaghiro, leider ein bisschen blass. Er ist ein wirklich sympathischer Charakter, der eher diplomatisch als kämpferisch eingestellt ist, aber irgendwo hat mir bei ihm immer ein bisschen was gefehlt. Es ist schwer einem Charakter wie Fantaghiro auf Augenhöhe zu begegnen und Alessio schafft dies leider nicht ganz.
Die Nebencharaktere der Geschichte setzen sich aus der Familie von Fantaghiro, dem König (der anscheinend nicht weiß ober er nun gut oder eher böse sein soll) und ihren zwei Schwester, der Familie von Alessio und seines besten Freundes Laertis zusammen. Alle Figuren waren ausreichend ausgearbeitet, der Hauptaugenmerk liegt aber eindeutig auf den Protagonisten. Weitere Charaktere sind die weiße Königin, deren Geheimnis mich zugegeben überrascht hat, aber auch zu schnell abgehandelt wurde und dann gibt es da noch Tristan, mit dem ich nicht so ganz warm wurde, und der für eine weitere Überraschung sorgt.
Man kann die Geschichte bis zu einem gewissen Punkt wirklich sehr gut verfolgen und dann jagt plötzlich ein Ereignis das nächste und man kommt als Leser kaum zum Luft holen. Außerdem wird vieles einfach zu schnell abgehandelt und man hat das Gefühl, dass die Autorin einfach noch dies und das mit einfließen lassen wollte, hier noch eine Wendung und dann dann binnen ein paar Seiten gleich das nächste Ereignis. Dies war einfach zu viel auf einmal gewollt und Spannung brachte es für mich leider auch nicht. Ich hatte das Gefühl, als ob hier aus dem Stoff für eine Diologie ein Einzelband wurde.
Jennifer Alice Jager hat viele interessante Ideen in ihre Adaption von Fantaghiro einfließen lassen. Besonders gefallen haben mir auch die Settings der Geschichte, die wirklich schön dargestellt sind und Kopfkino bereiten. Allerdings wurde ich das Gefühl nicht los, dass die Autorin darin mehr Arbeit gesteckt hat, als in den Ausbau der eigentlichen Handlung. Für Fans von Fantasy, romantischen Geschichten und einer starken Heldin ist dieses Buch einen Blick wert.

Fazit:
Tolles Setting, starke Heldin, gegen Ende jedoch zu viele Ereignisse und Wendungen auf einmal.




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Vielen Dank an Impress für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

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